07.02.2020

Märkte sind etwas Wunderbares. Seine Produkte live und vorhanden einem Publikum anbieten zu können, sie dann auch noch zu verkaufen, klar, das ist das Eine. Das Andere aber ist, darüber gibt es keinen Zweifel, der Kontakt zu Menschen. Da kommen Gespräche zustande, die man sich im üblichen Alltag mit fremden Menschen nie vorstellen würde. 

Manche Dinge wiederholen sich auch. Wie oft höre ich an Märkten den Satz: "Jesses, solche Stoffe hab ich auch noch im Schrank!" Oder das Geplauder mit anderen Frauen meines Alters über jene Stoffe, die uns im Handarbeitsunterricht plagten. Eine ganze Stadt hat wohl 1965 denselben Sommerrock gemacht, aufgesetzte Taschen, Gummizug, in diesem unsäglichen Müsterchen (nein, ein...

26.06.2019

Heiss. Heiss, heiss, heiss. Draussen strahlt zwar die Sonne über einem blühenden Garten - aber jetzt doch bitte nicht dort arbeiten, viel zu heiss, too darn hot. Wobei es hier bei uns auf dem Land ja noch gnädig ist; meine Freunde und Freundinnen in der Stadt werden mich wohl um die relative Kühle beneiden. Trotzdem, ab Mittag nicht mehr draussen, nur noch drin bei je nach Stockwerk zwischen 22 und 25 Grad - auch das reicht mir schon. Ich liege rum wie eine halbtote Fliege, das höchste der Gefühle ist Lesen, aber irgendwann ist auch der letzte Krimi durch. Oder in einem Anflug von Wahnsinn mit dem Velo an den Pfäffikersee fahren und eintauchen; aber der hat ja auch schon 24 Grad, in ein paar Tagen wird er e...

09.06.2019

Ja, man braucht sie auch in Zeiten der Spülmaschine. Sind nicht wegzudenken aus unseren Küchen. Und allzu oft hängen ein paar verwirrte Exemplare feucht und zerknautscht in einer Ecke. Unverzichtbar.

Für mich sind sie einfach immer wieder einmalig bei der Verwendung unverschämt schöner Tischtuchstoffe, die ja meist irgendwo jenen berühmten Fleck haben, der einfach nie, nie mehr raus gehen will. Den kann man mit Küchentüchern elegant umgehen, respektive "ausschneiden".

So hab ich das schon gemacht: Diesem Stoff konnte ich nicht widerstehen, und die zwei kleinen Löcher sind jetzt im Abfall.

 Naturfarbenes Leinen mit Kaffeeflecken, die nicht rausgehen? Kein Problem.


Das letzte Tischtuch aber war schneeweiss, mit...

20.05.2019

Es gibt Tage, da ist der Wurm drin. Man ist quasi mit dem linken Bein aufgestanden. Es will einfach nicht richtig.

Tage, an denen ich lobe und preise, dass ich weiss, wie man Overlocknähte am besten wieder auftrennt. Ach, die Hose war eine Zangengeburt. Das höchste der Gefühle war wohl jener Moment, als ich zu meinem Entsetzen feststellte, dass ich zwei linke Hosenbeine gemacht hatte. Das ist der Gipfel! Kann einem so etwas wirklich passieren? Es kann. Ich hab an diesem unseligen Sonntag noch diverse Male die kleine Trennschere in der Hand gehabt, und läge die Hose jetzt nicht fast fertig auf dem Arbeitstisch, ich würde schwören, das Ganze sei ein Alptraum gewesen.

Der Stoff dafür - kam aus einer Tasche voll...

26.04.2019

So haben es unsere Grosseltern gemacht, vor der Erfindung der Frischhaltefolie: Verderbliches in Wachstücher eingepackt. Bienenwachs ist natürlich etwas teurer als Paraffin, aber scheints, das ergab ein Gespräch mit den Fachfrauen in unserer Dorfmetzgerei, quasi antiseptisch, wehrt jedenfalls Keime und Bakterien ab.

Nicht nur deswegen ist so ein Tuch ein kleines Wunder. Sondern auch, weil es sich nur mit der Wärme der Hände ziemlich leicht an die Gegenstände anschmiegt, die man verpacken will. Und sich so auch ganz leicht wieder glätten lässt. (Noch besser geht es natürlich mit dem Bügeleisen zwischen 2 Lagen Backpapier!)

Schöne Stoffreste in Wachstücher zu verwandeln ist relativ einfach. 

 Eben die oben genan...

25.03.2019

Die ganze Welt erstickt im Plastik. Und sie weiss es auch. Eines der Gebote der Stunde ist also, darauf wenn immer möglich zu verzichten.

Seit ich meinen zusammengerollten, selbstgemachten Einkaufsbeutel in meiner Handtasche habe, schrumpft mein Vorrat an Plastiksäcken dramatisch. Welche Freude! Und erst noch so einfach.

 Ja, im Abendtäschchen hat diese Rolle schon nicht Platz, sie ist halt schon 10 cm lang und etwa 5 cm dick. Aber wenn man ausgeht, kauft man ja nicht unbedingt ein. Dafür keine Kunstfaser, sondern reines Leinen oder Baumwolle, man hat man die reine Natur in der Hand. 

Deshalb gibt es jetzt bei nureis die Einkaufstaschen zum Mitnehmen. Damit man nicht noch ein kleines Etui dazu b...

11.03.2019

Das war die Frage meiner Grossmutter, bevor man aus dem Hausging. Sie meinte nicht Papiertaschentücher. Stoff, meist Baumwollbatist, leicht zu waschen und zu bügeln. Auch das habe ich mit den Stofftaschentüchern meiner Grosseltern gelernt. Ich bügelte sie mit meinem kleinen Kinderbügeleisen (echt elektrisch!) auf dem Ärmelbrettchen meiner Grossmutter. Erst die Ränder gut ausbügeln und dann so und so falten..

In den 60-Ern hatten die Menschen noch viele Stofftaschentücher. Grosse, karierte für die Herren (mit Monogramm), für die Damen kleinere mit Spitzen, Stickereien oder lustigen Drucken. Es gab sogar Witze auf Taschentüchern!

Heute liegen sie unbenutzt in den Kommoden, zwischen Socken und BHs. Was macht man...

01.03.2019

Ja, es ist so, es gibt Menschen, die in der Küche oder bei anderen Arbeiten eine Schürze anziehen. Solche wie ich zum Beispiel, die die unsägliche Angewohnheit haben, die Hände an den Oberschenkeln abzuwischen. Was meint ihr, wie dann die Hose nach zwei Nachtessen aussieht!

Schürzen sind da ausnehmend praktisch. Es hat eben schon seinen Grund, weshalb das unsere Grosseltern wie selbstverständlich taten. Meine Grossmutter trug über dem Terylène-Jupe die kurze Kittelschürze, mein Grossvater zum Arbeiten das "Übergwändli". Eine Schürze ist gut waschbar, Flecken verschwinden wieder, das Material hält Jahre, und ebenso lang tut sie ihren Dienst. Da taucht der Satz auf, der unsere Kindheit begleitet hat: Zu den Sa...

09.02.2019

Es ist immer dasselbe: Man ist in den Beeten am Chlutere, braucht das kleine Schäufelchen und dann die Schere, dann pflanzt man etwas und giesst - und dann: Wo hab ich denn jetzt wieder das Schäufelchen liegen lassen? Es wiederholt sich, ständig und immer wieder und, das kann ich aus Erfahrung sagen, es wird mit dem Alter nicht besser.

Deshalb gibt es eben dieses nützliche Teil, das die Sachen aufnimmt. Eine Gartenschürze für die beiden wichtigsten Werkzeuge, die kleine Schaufel und die Schere. Dazwischen wäre noch ein drittes Fach: Samen, Bindematerial für die Himbeeren (oder so), Gartenhandschuhe usw. Man trägt die Schürze hinten herum, damit sie einem beim werkeln nicht stört.

Zuerst hab ich mir selber nat...

10.01.2019

Draussen schneits und schneits und schneits. Vögel flattern verzweifelt um das Futterhäuschen und Menschen buddeln ihre Autos aus. Und fahren damit ganz, ganz langsam über tief verschneite Strassen...

Ich denke derweil an den Frühling. Im März findet im Kunsthaus Aarau wieder die Ausstellung "Blumen für die Kunst" statt. Und natürlich gibt es dazu einen Museumsshop. Lavendel ist auch eine Blume. Und ich bin unverhofft zu einem Auftrag für 40 Lavendelsäcklein gekommen!

 Das Material wartet schon.  Und die Säcklein entstehen Stück für Stück. Kleinste Stoffreste kann ich verwenden. Das tut auch meinem Stofflager gut - gibt Platz für Neues.

Natürlich kann ich bei diesem Auftrag der Devise "Nur eines" nicht g...

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